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Übungsbericht - VU LKW gegen LKW 2007 PDF Drucken E-Mail
Ausbildung
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Am Montagabend, 18. Juni 2007 staunten Passanten nicht schlecht, als sie in Kreuzwertheim am Fährplatz jede Menge Fahrzeuge des Rettungsdienstes, des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehr Kreuzwertheim antrafen. Der Grund hierfür war eine gemeinsame Übung der Feuerwehr Kreuzwertheim und dem Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes aus Wertheim, um die Zusammenarbeit bei einer so genannten patientenorientierten Rettung zu üben. Bei dieser speziellen Rettungsmethode ist es das Ziel, den Patienten möglichst schonend aus dem verunglückten Fahrzeug zu retten.  

In diesem Jahr wurden ein Auffahrunfall zwischen zwei LKW, sowie der Unfall eines PKW, der auf der Fahrerseite liegen blieb, simuliert. Diese Unfälle geschehen vor allem häufig auf den Autobahnen. Da es fast nicht möglich ist, Schrott- oder Unfall LKW für eine Übung kostenfrei zu beschaffen, wurde ein alter PKW auf die Ladefläche eines LKW gestellt, um so die Höhenverhältnisse und erschwerten Bedingungen einer LKW Rettung nachzustellen.

Hier gilt insbesondere der Dank dem THW Ortsverband Wertheim für die schnelle und unkomplizierte Hilfe beim Transport des Schrottfahrzeuges und der Bereitstellung des LKW, auf dem geübt werden konnte.

„Durch diese gemeinsamen Übungen können wir das organisationsübergreifende Zusammenarbeiten zwischen medizinischer und technischer Rettung der unterschiedlichen Hilfsorganisationen üben“ so Christian Fröber, Kommandant der Feuerwehr Kreuzwertheim. Weiter führte er an, dass gerade erst solche Übungen die Arbeit „Hand in Hand“ erst möglich machen.

 
Vom Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuz aus Wertheim waren die Besatzungen mehrerer Rettungswagen unter Leitung des leitenden Notarztes Dr. von Lamezan vor Ort. In der Abschlussbesprechung bescheinigte er eine harmonische Zusammenarbeit und lobte den reibungslosen Ablauf bei dieser Übung. Er übermittelte auch die Grüße der anderen Notärzte aus Wertheim, die das harmonische Miteinander bei mehreren Einsätzen betont haben – als herausragendes Beispiel nannte er den Unfall auf der Autobahn des belgischen Reisebusses Anfang des Jahres.

Die beiden „Opfer“, die aus den Reihen der Jugendfeuerwehr Kreuzwertheim kamen, wurden fachgerecht von den Mitarbeitern des Roten Kreuzes geschminkt. So manch ein Floriansjünger musste zweimal hinschauen, um zu erkennen, dass die Wunden nur „aufgemalt“ waren.

Eine solche Darstellung bietet gerade für die jüngeren Helfer die Möglichkeit, einen Einsatzfall sehr realistisch zu üben. So mussten zum Beispiel Infusionen gehalten werden und die im Ernstfall typische abwechselnde Tätigkeit zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr wurde praktiziert. Zudem werden die Handgriffe durch diverse Kabel, Schläuche und andere Utensilien, die für eine Rettung unerlässlich sind, erschwert.

Die Gesamtübungsleitung stand unter der Verantwortung von Christian Mittelsdorf, dem stellvertretenden Kommandanten. Durch seine berufliche Tätigkeit – er ist Brandmeister und Rettungsassistent bei der Berufsfeuerwehr Frankfurt – kennt er sowohl die medizinische als auch technische Seite der Rettung und konnte auf den ein oder anderen Kniff und Trick hinweisen. „Bis auf einige Kleinigkeiten hat alles super geklappt“ betonte er und bedankte sich in der abschließenden Besprechung bei allen Beteiligten, dass sie sowohl Zeit als auch Material für eine solche Übung geopfert hatten.

Sicherlich wird im nächsten Jahr die nächste gemeinsame Übung auf den Ausbildungsplänen stehen.

 

Hier gibt es weitere Übungsbilder!