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Einsatzbericht_Dachstuhlbrand_Rettersheim_180708 PDF Drucken E-Mail
Einsätze

Am Sonntag, 08.07.2018 wurden um 12:58 Uhr die Feuerwehren Rettersheim, Lengfurt, Trennfeld und die Drehleiter Kreuzwertheim, nebst den Führungskräften der Kreisbrandinspektion zu einem Dachstuhlbrand nach Rettersheim alarmiert.

Gemäß der Ausrückordnung fuhren zuerst Einsatzleitwagen und Drehleiter, danach noch das Tanklöschfahrzeug aus. Da noch ausreichend Personal im Feuerwehrhaus war und eine erste Rückmeldung „offener Dachstuhlbrand“ kam, wurde das Löschgruppenfahrzeug ebenfalls besetzt und rückte zur Einsatzstelle aus.

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Noch während der Anfahrt meldeten die ersten Kräfte aus Rettersheim, dass der ausgebaute Dachstuhl in Vollbrand steht und veranlassten daraufhin die Nachalarmierung der Feuerwehr Homburg mit dem landkreiseigenen Schlauchwagen SW-KatS, um eine Wasserförderstrecke zusammen mit der Feuerwehr Lengfurt aufbauen zu können.

An der Einsatzstelle ergab sich für die Kreuzwertheimer Kräfte nachfolgende Lage:
Bei einem eingeschossigen Wohnhaus direkt an der Straße am Ortsausgang in Richtung Kreuzwertheim waren Teile des Dachstuhls durchgebrannt, es waren dort Flammen sichtbar und das ausgebaute Dachgeschoss befand sich im Vollbrand.

Als Erstmaßnahme hatte die Feuerwehr Rettersheim bereits einen Atemschutztrupp in den Innenangriff geschickt. Es wurden bereits die ersten Maßnahmen für die Löschwasserförderung über eine lange Schlauchstrecke eingeleitet, die Wasserversorgung für das Fahrzeug erfolgte aber noch von einem Unterflurhydranten.
Die erste Aufgabe der Drehleiter aus Kreuzwertheim war die Brandbekämpfung mit Wenderohr auf die offenen Stellen in der Dachhaut. Das Tanklöschfahrzeug stellte dazu die Wasserversorgung zunächst mit dem Tank, dann ebenfalls aus einem weiteren Unterflurhydrant her und stellte zwei Atemschutztrupps in Bereitschaft. Die Einsatzleitung wurde zu diesem Zeitpunkt im Kreuzwertheimer ELW-1 eingerichtet, eine zentrale Atemschutzüberwachung war am Trennfelder Mehrzweckfahrzeug eingerichtet, das im Hof einer Gaststätte unweit der Einsatzstelle stand. Das Löschgruppenfahrzeug stellte den Sicherheitstrupp für die eingesetzten Atemschutztrupps und unterstützte mit Personal im Einsatzleitwagen und bei Drehleiter und Tanklöschfahrzeug für den Aufbau der Wasserversorgung. Aus Kreuzwertheim konnten insgesamt 4 Atemschutztrupps gestellt werden.
Die ebenfalls alarmierte Feuerwehr Unterwittbach sperrte die Strasse aus Richtung Kreuzwertheim kommend.

In der ersten Einsatzphase kamen zunächst die Trupps aus Rettersheim und Trennfeld zum Einsatz, nach und nach wurden diese durch die bereitstehenden Atemschutztrupps der anderen Wehren ersetzt. Besondere Vorsicht war für die vorgehenden Trupps im Dachgeschoss geboten, da der Munition und Waffen gelagert waren, die nach und nach geborgen werden konnten. Die Kräfte des Rettungsdienstes versorgten die Bewohner, die sich im Einsatzverlauf verletzt hatten. Weiterhin brachten sie eine Vielzahl an Getränken zur Einsatzstelle, was aufgrund der Belastungen durch den Innenangriff und die Außentemperatur auch regen Anspruch nahm.

Im weiteren Einsatzverlauf konnte ein Überdrucklüfter gestellt werden und die Drehleiter wurde umgerüstet und versetzt, um einerseits die Dachhaut mittels Einreißhaken zu öffnen und andererseits dann die auflodernden Flammen abzulöschen und mit der Wärmebildkamera die Temperaturen zu prüfen.
Die sich ebenfalls an der Einsatzstelle befindliche Gruppe „Feuerwehrdrohne“ der Lengfurter Wehr musste nicht eingesetzt werden, da die Einsatzstelle übersichtlich und mit der Drehleiter einsehbar war.  Mittlerweile waren ebenfalls Abschnitte gebildet worden, Einsatzleiter war KBR Peter Schmidt,  die Atemschutzüberwachung wurde an den ELW-1 übertragen, es fanden die ersten Lagebesprechungen am ELW statt und die Feuerwehr Altfeld wurde mit zusätzlichen Atemschutzgeräteträgern alarmiert.

Nachdem das Feuer soweit unter Kontrolle war und nur noch Nachlösch- und Lüftungsmaßnahmen durchgeführt wurden, konnten die ersten Wehren mit dem Rückbau beginnen. An der Einsatzstelle verblieben die Löschfahrzeuge aus Rettersheim und Altfeld, die Drehleiter und der Einsatzleitwagen.

Im Anschluss begannen die Kräfte der beiden Löschfahrzeuge mit dem Aufrüsten der Fahrzeuge, der Schlauchpflege und der Reinigung von Atemschutz und Kleidung. Diese wurden dazu in die Schleuse ans Feuerwehrhaus Wertheim gebracht, die dann von dort während der regulären Arbeitszeiten die entsprechenden Arbeiten einleiten.
In der Zwischenzeit konnten auch die restlichen beiden Fahrzeuge ihre Heimreise nach Kreuzwertheim antreten. Die Brandwache übernahm die zuständige Ortswehr Rettersheim.

Für die Feuerwehr Kreuzwertheim war daraufhin gegen 17 Uhr Einsatzende, wobei sich natürlich auch nach dem Einsatz in der folgenden Woche noch dadurch bedingt Arbeiten ergeben, wie die gereinigten Geräte und Kleidung wieder zu holen, Schläuche abzuhängen, zu wickeln und aufzuräumen und die defekten oder verloren gegangenen Gegenstände reparieren zu lassen oder zu ersetzen..